Junge Gründer*Innen: Teil 2

Das Problem mit der Schule

Wer in Deutschland aufgewachsen ist, ist mit ziemlich großer Sicherheit auch zur Schule gegangen. Ganz gleich wie der weitere Bildungsweg ausgesehen hat, hat jeder mindestens neun Jahre eine Schule besucht. Vielleicht ist dem einen oder anderen hierbei aufgefallen, dass der Schullehrplan nicht mehr ganz den modernen Zeiten angepasst ist. Man hat ein Abitur, weiß aber dennoch nicht, wie man eine Steuererklärung bearbeitet. Geschweige denn wird finanzielle Intelligenz auch nur erwähnt. Warum? Weil das Gehirn vollgestopft wird mit unnötigen Informationen

Wer genauer darüber nachdenkt erkennt, wie wir zu dem Schluss kommen, dass man die Hälfte, die man einmal in der Schule hatte, nicht gebrauchen kann. Das Einzige was man davon tatsächlich braucht, ist der Abschluss. Denn ohne Abschluss geht bekanntlich „gar nichts“. Das ist zumindest das, was uns die deutsche Bildungswelt glauben machen will. Dafür ist wie so oft, die fehlende Modernisierung verantwortlich.  Es wird nicht erwähnt welche Möglichkeiten es gibt, sich selbständig zu machen oder mehr als der Durchschnitt zu verdienen. „Wer reich werden will, muss studieren.“ Eine völlig veraltete und deprimierende Ansicht.

                                                      Wieso? Lernen ist doch wichtig!

Die Schule lässt sich als eine Art Ausbildung verstehen, möglichst gut einmal in das Arbeitersystem hineinzupassen. Wer das nicht möchte, wird sehr schnell als unrealistisch, unvernünftig oder sogar dumm angesehen. Dies soll keine Aufforderung sein, die Schule zu schmeißen. Viel mehr soll es darauf hinweisen, dass zwischen dem Lernen in der Schule und dem Lernen außerhalb jener, ein erschreckend großer Unterschied herrscht.

Es stimmt: Lernen ist wichtig. Nur leider wird in Schulen nur eine Art des Lernens gelehrt. Lernen wird hierdurch überwiegend negativ belegt und sorgt bei nicht wenigen für eine dauerhafte Lernblockade

Einige wenige nur stellen das Schulsystem in Frage. Wer das noch nicht tut, muss sich nicht schlecht fühlen. Schließlich ist Schule ein Pflichtabschnitt, den jeder durchlaufen muss. Hier entscheidet sich (laut unzähligen Menschen) wer einmal „erfolgreich“ wird und wer nicht. Dies entspricht aber weder der Realität noch der Wirklichkeit.

Dass es heutzutage noch unzählige andere Möglichkeiten gibt sein Ziel zu erreichen, wird hierbei völlig außen vorgelassen. Viele Schüler verfallen diesem Mythos und bleiben somit ein Leben lang unter ihren Möglichkeiten. Nur, weil sie nicht den passenden Schulabschluss haben und von der Gesellschaft vielleicht sogar als minderwertig angesehen werden. Wer jetzt den Kopf schüttelt und sagt, dass die gesellschaftliche Anerkennung nicht vom Grad der Schulbildung abhängt, hat sich noch nicht im Detail damit auseinandergesetzt. 

                                                              Wo ist das Problem? 

Bereits in der Grundschule werden Überflieger wie hochbegabte behandelt, während schulisch schwache Kinder aufgegeben werden. Dem Kind wird teils von der ersten Klasse an eingeredet, „nicht so gut wie die anderen“ zu sein. Eine fatale Aussage, die ungewollt die ganze Schullaufbahn prägt. Das Wort Bildung wird ausschließlich in schulischem Zusammenhang verwendet. Man wird während des Heranwachsens menschlich gesehen allein gelassen. Vorausgesetztes Wissen muss mit Hilfe des Internets lückenhaft und eigenständig aufgeholt werden. Über existenzvernichtende Fallen wie Verträge o.Ä. wird auch in keinem näheren Zusammenhang aufgeklärt. Dieses lückenhafte Eigenlernen führt zu fatalen Fehlern, die im Erwachsenen-Leben entscheidend sind.

Wie die Kinder in der Grundschule können einige Menschen selbstständig lernen, und andere nicht. Wer es kann gewinnt. Wer nicht, muss darauf hoffen Hilfe und Unterstützung von außen zu bekommen. Warum? Weil es in der Schule nie gelehrt wurde.

F A Z I T: Schulische Bildung hängt nur von der Lernfähigkeit ab, die eine Person besitzt. Bildung bedeutet nicht, gut in der Schule zu sein. Genauso wie ein gutes Abitur kein Garant für eine erfolgreiche und glückliche Zukunft ist. Schüler und Schülerinnen werden mit unnötigem Wissen vollgepumpt und in der wichtigsten Lebensphase allein gelassen.

Das richtige Mindset

Klar ist, wer erfolgreich sein will, muss sich von der Masse abheben. Gemeint ist hierbei nicht unbedingt der optische Aspekt. Vielmehr geht es hier um etwas sehr viel Wichtigeres; um die größte und stärkste Waffe eines jeden.

Den eigenen Verstand.

Obgleich man sagt, der Mensch sei das intelligenteste Wesen auf der Welt, benutzen viele diese ihnen geschenkte Gabe kaum oder sogar gar nicht. Zumindest nicht in ihrem vollen Potential. Man kann es ihnen allerdings nicht verübeln. In technisch geprägten Zeiten wie diesen fühlen sich einige Menschen in ihrem „Nichtwissen“ sicher. Viele denken nur so weit es eben nötig ist.

Es gibt also (grob gesagt) drei Arten zu denken:

  1. Das geführte Denken
  2. Das Alltags – Denken
  3. Das freie Denken

Selbstverständlich gibt es zu jedem dieser Denkarten, und auch dazwischen, noch unzählige andere Möglichkeiten zu denken. Anhand der oben genannten Beispiele ist der Unterschied allerdings am besten zu erkennen.

Vorab ist es wichtig zu sagen, dass jede Denkart sowohl Vor- als auch Nachteile mit sich bringt. Keine dieser Arten ist falsch. Jedoch sind gewisse Denkarten in der Businesswelt förderlicher als andere.

Kommen wir zum ersten Punkt, dem geführten Denken. Diese Denkart lässt sich am besten am Beispiel der klassischen Arbeiterhierarchie erkennen. Eine Führungskraft verteilt Aufgaben an seine Angestellten, welche diese anschließend erfüllen sollen. Die Führungskraft erledigt also die Denkarbeit und teilt seine Erkenntnisse im Anschluss dem Personal mit. Das Personal muss im Anschluss nur noch das Erdachte in die Tat umsetzen, und hat somit seine Aufgabe erfüllt. Eine tückische „Win-win“ Situation. 

                                                                       

                                                                            Warum?

Die Führungskraft hat durch seine Denkarbeit im besten Falle Zeit gegen konstanten Fortschritt eingetauscht plus eine Menge Zeit gespart (durch die Übergabe der Aufgaben an seine Mitarbeiter). Der Arbeiter hingegen, tauscht seine Zeit und Kraft immer wieder gegen Geld (Gehalt) ein. Ist das Geld ausgegeben, beginnt der Kreislauf von vorne. Die Führungskraft hingegen, hat durch seine Denkarbeit sein Einkommen langfristig gesteigert.

Viele Angestellte denken sie machen einen guten Deal, denn sie „brauchen das Geld ja schließlich“. Dabei bedenken sie allerdings nicht, dass ihre Belohnung (Das Gehalt; worin viele ihre Arbeit begründet sehen) nur ein vorübergehendes Vergnügen ist. Des Weiteren tauschen sie ihre Zeit gegen Geld. Ein weiterer fataler Fehler. Zeit ist ein unbezahlbares Gut und sollte daher stets gegen einen Mehrwert eingetauscht werden. Eine Ausnahme bieten hier im Übrigen kreative Beschäftigungen. Hier wird häufig eigenständiges Denken und Handeln vorausgesetzt. Zusammengefasst bedeutet das geführte Denken also nichts anderes als die Übergabe der eigenen Denkarbeit an andere.


Der zweite Punkt beschreibt das alltägliche Denken, welches zum Überleben notwendig ist. Beispiel hierfür sind Gedanken wie: Wo sind meine Schlüssel? Was esse ich zum Mittag? Und so weiter….

Auch dieses Denken ist nicht voranbringend und hemmt die persönliche und berufliche Entwicklung. Dennoch verwenden viele Menschen diese Form des Denkens als einzige und verzichten somit auf eine sinnvolle Kombination mit einem effektiven Denken. Falls Sie sich mit dieser Art identifizieren können, empfehlen wir Ihnen wärmstens den Film: „Ich bin dann mal weg.“ mit Harpe Kerkeling.


Die dritte und, in unserem Falle, letzte Denkart beschreibt das freie Denken. Menschen mit dieser Denkart sind, im Gegensatz zum geführten Denken, sehr eigenständige Denker und unterscheiden sich durch ihre Fähigkeit eine Situation vollständig überblicken zu können. Sie besitzen meist außerdem die Fähigkeit ein Geschehen in kürzester Zeit analysieren zu können. Hierdurch fällt es ihnen leichter Entscheidungen schnell, und dennoch zu ihrem Vorteil zu treffen. 


                                                  Welche Vorteile bringt ihnen das?

Da sie sich im Denken selten festlegen, sind sie stets offen für die Denkmuster der anderen und fähig, diese gegebenenfalls auch zu übernehmen. Hierdurch ist eine konstante mentale Weiterentwicklung unumgänglich. Manche von ihnen sind außerdem in der Lage, ihr Denken der gegebenen Situation anzupassen. Das bedeutet, dass sie ihre Überzeugungen jederzeit aktualisieren und modernisieren können.

F A Z I T: Wie unschwer zu erkennen ist, bietet das freie Denken die besten Chancen auf persönliche und berufliche Weiterentwicklung. Welche Denkart man schlussendlich für sich übernimmt, liegt stets in der Entscheidung des einzelnen.

Wer tut was niemand tut, bekommt was niemand bekommt.

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